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Allgemeine Psychologie & Biopsychologie (Fach) / Nervensystem (Lektion)
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- Neuron spezielle Zellen, die dem Informationstransport und der -verarbeitung dienen
- Zellkörper (Soma) Zentrum des zellulären Stoffwechsels Enthält im Zellkern die genetischen Informationen
- Dendriten stark verästelte Verbindungen zu anderen Neuronen zur Informationsaufnahme Struktur erleichtert Vernetzung
- Axon Fortsatz des Zellkörpers zur Informationleitung Transport weg vom Zellkörper Länge bis zu 1 m schnelle Impulsleitung (bis zu 120m/s)
- Myelinschicht fetthaltige Umhüllung des Axons Sicherung und Beschleunigung der Impulsleitung ist die weiße Substanz im Gehirn Je dicker die Myelinschicht, desto schneller die Leitungsgeschwindigkeit Die Isolierung durch die Myelinscheiden hat winzige Lücken (Schnürringe), zwischen denen das elektrische Potenzial weiterspringt, was die Leistungsgeschwindigkeit extrem vervielfacht.
- Kollateralen Verzweigungen an den Enden des Axons mit Verdickungen am Ende, die sich mit anderen Neuronen oder Muskeln verbinden
- Synaptische Endigung Kontaktfläche zu Dendriten oder Muskeln, an denen eine Informationsweitergabe auf chemischem oder elektrischem Weg stattfindet
- Gliazellen = Helferzellen der Neurone 10-50 mal häufiger als Neurone und deutlich kleiner etwa gleich viel Masse durch Neuronen und Gliazellen im Gehirn behalten (anders als Nervenzellen) nach Entwicklung des Nervensystems Fähigkeit zur Zellteilung Stützfunktion, Führungselemente beim Wachstum
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- Oligodentrocyte (ZNS) Ummanteln mehrere Neurone (elektrische Isolation) Schutz- und Stützelemente Entgiftung, absorbiert tote Zellen Verbesserung der Nervenleitung z.T. Grundlage der Myelinschicht weiße Substanz
- Schwann-Zellen (PNS) spezielle Form der Gliazellen im PNS wie Oligodendrocyten ummanteln Schwann-Zellen ein Axon, jedoch mit dem Unterschied, dass jede Schwann-Zelle ein Myelinsegment bildet und jeweils ein Axon ummanteln Schutz- und Stützelemente Myelisierung oder Einbettung können Axon nach Schädigung regenerieren
- Neuronenarten Unipolares Neuron Bipolares Neuron Multipolares Neuron Interneuron (multipolar)
- Unipolares Neuron Hat nur einen Fortsatz (Axon) und keine Ausläufer (Dendriten). (Vorkommen: Haut- und Sehrezeptoren)
- Bipolares Neuron Hat zwei Fortsätze: einem Dendriten und einem Axon, die oft ähnlich aufgebaut sind und so auch dendritisches Axon und neuritisches Axon genannt werden. (Vorkommen: Retina, Teil der Informationsübertragung der Sinnesorgane, z.B. Gehör)
- Multipolares Neuron Besitzt zahlreiche Dendriten und ein Axon. Vorkommen: Typisches Neuron im Gehirn
- Interneuron (multipolar) (auch Schaltneurone oder Zwischenneurone) Nervenzellen, die mit allen ihren Endknöpfchen (Fortsätzen) in einem konkret definierten Bereich des ZNS liegen und dort zwischen zwei oder mehr Nervenzellen geschaltet sind. Hauptfunktion: neuronale Aktivität innerhalb einer bestimmten Hirnstruktur zu integrieren. Sie geben empfangene Impulse direkt an benachbarte Nervenzellen weiter. (Vorkommen: z.B. Rückenmark, beteiligt bei Reflexion)
- Aktionspotenzial Neurone können eine Synapse mit anderen Neuronen, Muskelzellen oder Drüsen herstellen. Die Neurone brauchen eine spezielle Zellmembran, die die Zellen zur Bildung und Weiterleitung von Signalen befähigt.
- Wie leitet ein Neuron? 1. Bei Stimulierung ändert sich die elektrische Ladung des Neurons für kurze Zeit. 2. Dadurch entsteht Depolarisation und damit ein Aktionspotenzial etwas weiter unten am Axon. Ionenkanäle in angrenzenden Gebieten des Axons öffnen sich, positiv geladene Teilchen fließen in Zelle, während sie weiter oben wieder hinausfließen 3. Während Aktionspotenzial sich am Axon hinab bewegt, ist der vorderste Abschnitt bereits wieder repolarisiert --> Vorgang kann sich 100 bis 1.000 x pro Sekunde wiederholen
- Ruhepotenzial positiv geladenes Zellumfeld negativ geladenes Zellinneres nur selektiv durchlässige Zellmembran
- Ionentransport schneller Austausch elektrisch geladener Teile durch Kanäle in der Zellwand mit der Natrium-Kalium-Pumpe
- Refraktärzeit notwendige Zeit, um das Ruhepotenzial wiederherzustellen Zelle in dieser Phase nicht aktivierbar
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- Ranvier-Schnürringe Einschnürungen der Myelinschicht im Abstand von 1mm beschleunigen Impulsleitung und frischen sie auf
- Schrittmacher Neuronen Zellen mit zyklischer Autodepolarisation agieren als Impulsegeber z.B. für das Atmen, Gehen, Kauen, etc.
- Hebbsche (Lern-)Regel Je häufiger ein Neuron A gleichzeitig mit Neuron B aktiv ist, umso bevorzugter werden die beiden Neuronen aufeinander reagieren ("what fires together, wires together").
- Synaptische Vestikel Kugelförmige Membranpekete, die Neurotransmittermoleküle bis zur Freisetzung an der Synapse speichern
- Neurotransmitter Moleküle, die von aktiven Neuronen freigesetzt werden und die Aktivität anderer Zellen beeinflusst
- Die 7 Schritte der Neurotrasmitteraktivität Synthese (NT werden aus Vorläufermolekülen unter Einfluss von Enzymen synthetisiert) Speicherung in den Vestikeln Abbau von entwichenen Neurotransmittern (NT die aus Vestikeln entweisen, werden durch Enzyme zerstört) Exocythose (Aktionspotenziale veranlassen Vestikel, mit der präsynaptischen Membran zu verschmelzen und NT-Moleküle in synaptischen Spalt freizusetzen) hemmende Rückkoplung über Autorezeptoren (freigesetzte NT-Moleküle binden an Autorezeptoren und hemmen weitere NT-Freisetzung) Aktivierung von postsynaptischen Reizen (Freigesetzte NTM binden an postsynaptischen Rezeptoren) Deaktivierung (Freigesetzte NTM werden entweder durch Wiederaufnahme oder enzymatischen Abbau deaktiviert)
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